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Team Manuel Machata "WinterStar" 2012

SC Potsdam LogoAm vergangenen Montag verlieh das Bayerische Fernsehen zum siebenten Mal den begehrten Preis für die erfolgreichsten bayerischen Wintersportler: „WinterStar 2012“. Unter den Nominierten in der Kategorie „beste Mannschaft“ befand sich auch das Bob-Team Manuel Machata.  Sieger beim „WinterStar 2012“ wurde das für Potsdam startende Team in diesem Jahr zwar nicht, aber allein die Nominierung spricht wohl für sich. 

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Empfang der erfolgreichen Bobsportler

FotoFrisch von der Bob-Weltmeisterschaft aus Lake Placid (USA) zurückgekehrt, wurden die Teilnehmer des SC Potsdam im Kongress-Hotel am Templiner See von ihrem Verein herzlich empfangen. Auch Olympiastützpunktleiter Wilfried Lausch ließ es sich nicht nehmen, den erfolgreichen Sportlern Kevin Kuske, Christian Poser und Petra Lammert sowie deren Trainer Jörg Weber zu gratulieren.

Nicht nur, dass die SC-Athleten mit einer Ausbeute von insgesamt zwei Silber- und vier Bronzemedaillen von der Weltmeisterschaft heimkehrten, sie waren auch an allen Erfolgen der deutschen Schlitten beteiligt. Mit dem erneut guten Abschneiden bei internationalen Wettbewerben haben Brandenburgs Bobsportler – gerade auch in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi (Russland) –  ihre Klasse bestätigt. Der vierfache Olympiasieger Kevin Kuske will dann einmal mehr dabei sein: Für den Anschieber vom SC Potsdam wäre es bereits der vierte Start bei Olympischen Spielen.

(Foto: Peter Rieger, Kevin Kuske, Christian Poser, Petra Lammert, Jörg Weber)

 

PNN: „Ich hatte keinen Druck“

PNNInterwiev mit Potsdams Bobpilot Manuel Machata

Manuel Machata, Sie sehen weder ganz glücklich noch ganz traurig aus. Wie darf man Ihre Gesichtszüge nach Bronze im Viererbob des SC Potsdam bei den Weltmeisterschaften hier in Lake Placid deuten?

Ich denke, wir müssen auf jeden Fall zufrieden sein. Das war ein super Ergebnis, die Jungs haben einen guten Job gemacht. Es war eine schwierige WM, vom Start her und fahrerisch gab es ganz viele Baustellen. Nach diesem Jahr mit vielen Höhen und Tiefen bei der Weltmeisterschaft noch eine Medaille zu machen, ist natürlich sensationell. Es war eine deutliche Steigerung gegenüber der ersten Saisonhälfte, als wir einfach unkonstante Leistungen gebracht haben.

Trotz der Bronzemedaille ist Ihnen sowohl im Zweier als auch im Vierer in keinem der insgesamt acht Läufe eine komplett saubere Fahrt gelungen. Woran liegt es, dass Sie mit der Bahn in Lake Placid derartige Probleme hatten?

Es liegt nicht daran, dass es allgemein nicht passt. Sondern man hat einfach mal ein Formhoch und dann eben auch das Gefühl und den Rhythmus drin und es passt einfach alles genau. Ich habe das Gefühl und den Rhythmus an den zwei Wochenenden in Lake Placid nicht ganz gefunden. Ab und zu waren einige sensationelle Stellen drin, dann aber auch wieder Ausreißer – und die kosten natürlich Zeit.

Im Vorjahr waren Sie noch ein Weltcup- und WM-Neuling, diesmal hingegen der Titelverteidiger. Wie groß war der Druck, der auf Ihnen lastete?

Ich hatte keinen Druck, konnte unbeschwert versuchen, hier meine Leistung zu bringen. Und wenn du deine Leistung hundertprozentig abrufen kannst, bist du halt ganz vorne. Dass war bei mir im Vorjahr der Fall und diesmal hier beim neuen Weltmeister Steven Holcomb aus den USA. Er hat verdient gewonnen.

Sie sind der einzige Brillenträger im Feld. Welche Bedingungen sind Ihnen lieber – Schneetreiben und böiger Wind wie in den ersten beiden Läufen oder klirrende Kälte mit Sonnenschein wie in den Durchgängen drei und vier?

Kaltes Wetter passt mir eigentlich sehr gut. Dann ist das Eis schnell, dann knallt es ordentlich, so macht das Bob fahren Spaß. Mit der Brille habe ich eigentlich keine Probleme. Aber diesmal ist mir aufgrund der Kälte im dritten Lauf das Visier eingefroren.

Seit dem Karriere-Ende Andre Langes vor zwei Jahren wird sein Nachfolger gesucht. Im Vorjahr sah es so aus, als könnten Sie umgehend in seine Fußstapfen treten. Wie sehen Sie es jetzt nach ihrer zweiten Saison?

Ich denke mal, einen direkten Nachfolger wird’s nicht geben. Wir sind alles unterschiedliche Typen, dass ist eine ganz neue Ära. Alle deutschen Bobs sind inzwischen mit dem gleichen Material ausgestattet, da kommt es also rein auf’s Sportliche an. Ich denke, die Mannschaft ist wirklich zusammen gewachsen. Man gönnt es dem anderen, wenn er gewinnt. Es herrschen kein Neid und keine Missgunst. Wir sind wirklich ein tolles Team und es macht Spaß, wenn man dann möglichst alle drei vorne hat.

Was passiert bei Ihnen im Frühjahr und Sommer?

Für mich stehen viel Materialarbeit und vor allem Athletik auf dem Plan. Ich muss einfach deutlich etwas verändern, denn das Jahr war für mich persönlich nicht zufriedenstellend. Ich muss den Trainingsaufbau anders gestalten, um so vielleicht noch ein paar Hundertstel rauszuholen und beim Start wieder an die Weltspitze herankommen zu können. So ist das nun einmal im Sport. Es kann nicht sein und ist auch noch nie so gewesen, dass immer nur einer vorne ist. Mann muss versuchen, sich ständig zu steigern.

Sie haben als Talisman immer einen Glücks-Cent im rechten Schuh. Was passiert mit dem nach dieser nicht so erfolgreichen Saison?

Der bleibt drin, wie gehabt.

Das Interview führte Heiko Oldörp, PNN.

 

Potsdams Bobsportler bei WM erfolgreich

SC Potsdam LogoBei den Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid errangen Potsdams Bobsportler erneut Medaillen: Silber gab es für den SC-Anschieber Kevin Kuske, der mit seinem Piloten Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof) im Vierer auf Rang zwei landete. Bereits am Wochenende zuvor hatte das Duo Arndt/Kuske die Bronzemedaille im kleinen Schlitten gewonnen. Für den 33-jährigen Potsdamer Kuske ist dies mittlerweile das vierzehnte WM-Edelmetall im Trophäenschrank.

Titelverteidiger Manuel Machata vom SC Potsdam konnte zwar nicht in den Kampf um WM-Gold eingreifen. Machata, der von Marko Hübenbecker, Andreas Bredau und Christian Poser angeschoben wurde, zeigte am Finaltag aber zwei passable Läufe und errang am Ende mit 0.80 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Amerikaner Steven Holcomb die Bronze-Medaille.

Der Potsdamer Anschieber Michail Makarow belegte im Bob von Francesco Friedrich (SC Oberbärenburg) im Vierer-Wettbewerb den neunten Rang.

 

Einladung zum Mitfiebern

Foto Für Fans der Bobsportler des SC Potsdam organisiert der Verein am Sonntag (26.02.) eine gemütliche ARD Fernsehübertragung vom Lauf 3 und 4 der Bob WM ab 16.00 Uhr im Clubhaus des SC Potsdam, Maimi v. Mirbach Str. 11/13, 14480 Potsdam.

Am Start bei den Weltmeisterschaften in Lake Placid (USA) sind aus Potsdamer Sicht: Kevin Kuske bei Pilot Arndt, Michail Makarow bei Pilot Friedrich und unser SC Potsdam Team Machata. Für Getränke ist ausreichend gesorgt.

ca. 16:15 Uhr: FIBT-Weltmeisterschaften Bob Herren-Vierer 3. Lauf Übertragung aus Lake Placid – ARD Sportschau live
ca. 17:30 Uhr: FIBT-Weltmeisterschaften Bob Herren-Vierer 4. Lauf Übertragung aus Lake Placid – ARD Sportschau live

 

Anschieber vom SC Potsdam gewinnen Silber und Bronze

SC Potsdam LogoBei den Weltmeisterschaften in Lake Placid (USA), dem letzten Saisonhöhepunkt 2011/2012,  holten Potsdams Anschieber zwei Medaillen: Petra Lammert gewann zusammen mit Pilotin Sandra Kiriasis Silber. Für die ehemalige Kugelstoßerin, die mittlerweile zu den schnellsten Anschieberinnen Deutschlands zählt, ist dies die erste WM-Medaille überhaupt. Von einem schönen Einstand für Bobneuling Lammert spricht auch Trainer Jörg Weber, der sie seit einem Jahr betreut.

Kevin Kuske erwies sich diesmal als Startrakete im Bob von Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof). Durch das verletzungsbedingte Fehlen von Thomas Florschütz war der Potsdamer Top-Anschieber zu Arndt übergewechselt. Auf der schwierigen Bahn am Mount van Hoevenberg demonstrierte der Thüringer Pilot auch am Finaltag sein enormes Feingefühl an den Lenkseilen und fuhr im kleinen Schlitten auf Rang drei.

Für SC-Pilot Manuel Machata lief es dagegen nicht optimal: Der Vierer-Weltmeister, der bei der WM-Generalprobe in Calgary mit Rang zwei noch sein bestes Saisonresultat im Zweier einfuhr, konnte in Lake Placid nicht überzeugen. Er kam am Ende auf Rang sieben.

Am kommenden Wochenende nun stehen die Wettbewerbe im Viererbob an. Vielleicht gelingt es Machata, dann in die Rennen um die vorderen Plätze einzugreifen. Erfahrungsgemäß liegt ihm der große Schlitten mehr.

 

Furioses Weltcup-Finale für Machata

ManuManuel Machata vom SC Potsdam hat das Weltcup-Finalrennen der Viererbobs im kanadischen Calgary gewonnen. Dabei gelang es ihm zusammen mit seinen Potsdamer Anschiebern Andreas Bredau und Christian Poser sowie dem Magdeburger Marko Hübenbecker den Schlitten gleich zweimal in Laufbestzeit die Olympiabahn von 1988 hinab zu bringen. Für den Weltcup-Vorjahressieger ist dies der siebente Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn insgesamt und zudem ein schöner Abschluss nach einer durchwachsenen Saison.

Topanschieber Kevin Kuske kam mit seinem derzeitigen Piloten Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof) im letzten Weltcup-Rennen der Saison 2011/2012 auf Platz zwei.

Auch in der Zweierbob-Entscheidung tags zuvor erklommen Potsdamer Bobsportler Podestplätze: Trotz Laufbestzeit im zweiten Durchgang musste sich das Duo Manuel Machata und Andreas Bredau dem Schweizer Beat Hefti um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben. Auf Rang drei landete Kevin Kuske zusammen mit Pilot Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof).

Die Endabrechnung der Weltcup-Kombinationswertung schließt Manuel Machata mit einem achtbaren dritten Platz ab. Machata, der erstmals in der Rolle des „Gejagten“ gestartet war und zudem eine wechselvolle Saison bestritt, kann durchaus mit seinem Abschneiden beim diesjährigen Weltcup zufrieden sein.

Aber viel Zeit zum Müßiggang bleibt den Athleten nicht, denn bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Herausforderung auf die Kufencracks. Auf der im Jahr 2000 eröffneten neuen Bobahn von Lake Placid/USA finden die diesjährigen Weltmeisterschaften vom 13. bis 26. Februar statt. Zwar starten die Bobsportler nicht mehr im olympischen Eiskanal von 1980, der weltweit als einer der schnellsten und schwierigsten Kanäle galt, aber auch die neue Bahn gilt als anspruchsvoll. Möglicherweise ist dies nach Geschmack des Piloten Machata, dessen fahrerischen Fertigkeiten bekannt sind.

 

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